Muttertagskonzert 2017

14.05.2017, 18:30, die letzten Besucher haben noch einen der wenigen verbliebenen Plätze gefunden. Mit dem Schwinden des Lichts im Saal verstummten auch die letzten leisen Gespräche. Es herrschte Stille im Saal der Badnerlandhalle bis die ersten Musiker unter lautem Applaus auf der erleuchteten Bühne empfangen wurden.

Dann erklangen die ersten imposanten Töne von „Inferno“ von Sven van Calster. Musikalisch brach ein Feuer auf der Bühne aus, als das Orchester unter der Leitung von Erwin Schrimpf den Brand der Kalmthouster Heide 2011 inszenierte. Aus den Lautsprechern ertönten die ersten Anrufe, die bei der Feuerwehr damals eingingen und Sirenen betonten die Gefahr des Infernos. Mit dem Ausblick auf Hoffnung der wieder erblühenden Natur beendeten die Musiker ihren Einstieg ins Konzert und in das erste der vier Elemente, dem Feuer.
Auch das zweite Stück des Feuers basiert auf einem schicksalhaften Brand. „Heaven’s Light“ von Steven Reineke ist einer jugendlichen Musikerin gewidmet, die einem Wohnhausbrand zum Opfer fiel. Das Orchester konnte die tiefen Emotionen des Stückes hervorragend wiedergeben.
Weiter ging es mit dem Element Wasser. Mit den Stücken „Cabo verde – Inseln im Wind“ von Markus Götz und „Hopetown Holiday – A Journey to Indicas Reef“ erneut von Steven Reineke kam so richtiges Urlaubsfeeling auf. Während die Musiker auf der Bühne ihr Bestes gaben, die Südsee in den Saal zu holen, durften die Zuhörer in Fantasien von weißen Ständen, blauem Meer, springenden Delphinen und exotischen Fischen schwelgen.
Damit überlies das Stammorchester die Bühne erst einmal dem Jugendorchester unter der Leitung von Mathias Dürr. Dieses eröffnete sein Programm mit „The Glory of Love“ arrangiert von Johann de Meij. Es zeigte sich, dass auch sie es beherrschen viel Gefühl in ihre Musik zu legen.
Im darauffolgenden Stück „Mazedonia“ von Mario Bürki konnten die jungen Musiker zeigen, wie spielerisch sie mit flotten Tempi und schwierigen Taktwechseln umgehen können. Sie entlockten Ihren Instrumenten exotische Tänze und die Solisten stimmten die wehklagenden Töne des Volksliedes „Iovana Jovanke“ an.
Es folgten zwei Stücke aus dem Film „How to train your dragon (Drachenzähmen leicht gemacht)“ aus dem Arrangement von Bertrand Moren und mit „Swing Fever“ von Ted Barclay beendete das Jugendorchester sein Programm.
Die Zuhörer klatschten vehement Beifall und verlangten lieber nach einer Zugabe, als direkt in die Pause zu gehen. Die Jugendlichen kam der Aufforderung gerne nach und legten mit „Bad Romance“ von Lady Gaga noch eine gelungene Zugabe hin, bei der die Zuhörer begeistert mitklatschten.
Nach einer 20-minütigen Pause waren nun die ganz jungen Musiker der Bläserklasse an der Reihe. Die musikalischen Leiter Mathias Dürr und Birgit Hannig-Waag bewiesen mit den Stücken „Ode an die Freude“, „Aura Lea“, „Old Macdonald had a band“ und „When the saints“, dass auch die kleinen Anfänger schon große Töne erzeugen können. Sogar eine Zugabe durften sie noch spielen und gingen dann stolz von der Bühne.
Direkt im Anschluss kehrte das Stammorchester auf die Bühne zurück und leitete ihr nächstes Element Luft mit „From Crystals and Eagles“ von Thomas Doss ein. Die Besucher konnten dabei den Flug der Adler über in der Sonne glitzernde Schneekristalle erleben.
Es folgte das Stück „Wind Capsule“, dass Noayo Wada der Hochzeit zwei seiner Freunde gewidmet hatte.
Schließlich folgte das noch fehlende Element Erde. Mit „Fanfare – The benefaction from Sky and Mother Earth“ von Satoshi Yagisawa wurde dieser letzte Teil eingeleitet.
Beim „Earth Song“ gaben die Musiker einen Eindruck der Frustration Michael Jacksons über die Zerstörung der Erde und seinen Aufruf daran, dass es unsere Erde zu beschützen gilt, wieder.
Thomas Schmidt bedankte sich anschließend bei allen Zuhörern und Beteiligten. Sein Besonderer Dank galt vor allem den Dirigenten Erwin Schrimpf und Mathias Dürr, sowie der Vizedirigentin Birgit Hannig-Waag. Ein weiteres Dankeschön ging an Verena Möhler, die charmant und unterhaltsam durch das Programm geführt hatte, sowie an das applaudierfreudige Publikum.
Zum Abschluss ihres Programms gab das Orchester mit „Fantasy“ arrangiert von Richard Johnsen noch einmal einen Überblick über drei der vier Elemente, nämlich über Erde, Wind und Feuer.
Das begeisterte Publikum durfte sich noch über die zwei Zugaben „Fire and Ice“ von Otto M. Schwarz und „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss freuen.
Mit dem Verhallen des letzten Donners endete das Konzert unter tosenden Applaus. Für die Mütter gab es am Ausgang noch je eine Rose zur Feier des ihnen gewidmeten Tages.